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„Gute Politik im Dienste des Friedens“

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Papst Franziskus knüpft mit der diesjährigen Botschaft zum Weltfriedenstag an den Worten Jesu zur Aussendung seiner Jünger*innen an: »Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als Erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Sohn des Friedens wohnt, wird euer Friede auf ihm ruhen; andernfalls wird er zu euch zurückkehren« (Lk 10,5-6). Frieden zu bringen steht im Mittelpunkt der Sendung der Jünger*innen Christi. Dieses Angebot richtet sich an alle, Männer und Frauen, die inmitten der Dramen und Gewalttaten der Menschheitsgeschichte auf Frieden hoffen.

 

Papst Franziskus sieht die Friedensbotschaft Jesu an unser „gemeinsames Haus“, den Planeten Erde, gerichtet, den Gott uns als Lebensraum zugewiesen hat und für den wir achtsam Sorge tragen sollen. Damit dies gelingen kann, sind gegenseitiges Vertrauen und Verlässlichkeit notwendig. Alle sind gefordert, sich für den Frieden zu engagieren. Dabei komme der Politik eine wichtige Rolle zu. Gute Politik steht im Dienste des Friedens; sie achtet und fördert die grundlegenden Menschenrechte, die ebenso gegenseitige Pflichten sind, sie sorgt für Gerechtigkeit und die Achtung der Würde der Einzelnen. So kann ein Band des Vertrauens und der Dankbarkeit zwischen gegenwärtigen und kommenden Generationen geknüpft werden. Wird Politik so ausgeübt, sei sie „eine der höchsten Ausdrucksformen der Nächstenliebe“, so der Papst. Doch Franziskus ist auch realistisch genug um zu sehen, dass Frieden nicht immer einfach ist.

Der Friede sei wie eine zarte Blume, die versucht, mitten unter den Steinen der Gewalt aufzugehen, schreibt er in Anlehnung an den Dichter Charles Péguy. Doch wir Christen sollen die Hoffnung und unser Engagement nicht aufgeben und immer wieder der christlichen Vision vertrauen, dass Frieden und Liebe trotz Gewalterfahrungen möglich sind. 

In diesem Sinne wünscht der Papst auch uns zu Beginn des neuen Jahres „Friede diesem Haus!“

 

 

Autor: Dr. Ursula Schell, Geistliche Begleiterin des KDFB-Diözesanverbandes
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