Beim Spiel „Demokratopoly“ trafen am 19. Februar 2026 Kandidaten der Augsburger Kommunalpolitik auf Vertreter lokaler Verbände und interessierte Bürger*innen. In lockerer Atmosphäre stellten sich die Kandidaten persönlichen und politischen Fragen – von der Kinderbetreuung über Wohnen und Verkehr bis hin zu Gleichstellung und Kultur.
Moderator Dr. Tobias Bevc (pax christi) startete die Runde mit persönlichen Fragen an die Kandidaten Hannes Aigner (Freie Wähler), Dr. Florian Freund (SPD), Frank Pintsch (CSU), Peter Rauscher (Bündnis 90/Die Grünen) und Christian Pettinger (ÖPD). Diese betonten dabei vor allem die Freude am politischen Gestalten sowie die kleinen oder großen Erfolge, die motivieren und begeistern.
Im Spielverlauf bekamen die unterschiedlichen Verbände die Gelegenheit, aus ihrem jeweils eigenen Profil dringende Fragen anzusprechen. Für den KDFB waren dies die Frage nach gerechter Entlohnung und damit verbunden einer gesicherten Altersvorsorge. Auch das Thema Parität kam zur Sprache – hier versicherten die anwesenden Parteivertreter, dass auf ihren Listen das „Reißverschluss-Prinzip“ entweder schon umgesetzt oder zumindest angestrebt wird.
Die Frage nach der Finanzierung von Kinderbetreuung und Hortplätzen zeigte: Hier ist der Freistaat Bayern in der Pflicht, die Kommune kann nur bei konkreten Projekten eingreifen kann. Die Ganztagesbetreuung bleibt ein ungelöstes Thema – viele Eltern wünschen sich mehr Unterstützung.
Auch das Publikum kam zu Wort und sprach Themen an, die viele Augsburgerinnen und Augsburger bewegen. Über die Frage nach einem attraktiven ÖPNV, der Sanierung des Staatstheaters, dem Zustand der Schulen und der Verfügbarkeit von Kinderbetreuungsplätzen ging es hin bis zur städtischen Energieversorgung und bezahlbarem Wohnraum. Auch gesellschaftspolitische Themen wie das friedliche Zusammenleben der Kulturen und Religionen war den Anwesenden ein Anliegen.
Zwischen den Fragerunden boten die „Bewegungsfelder“ der DJK eine tolle Auflockerung. Mit kurzen Übungen aus der Kinesiologie wurden nicht nur neue Synapsen gebildet, sondern auch für eine entspannte Atmosphäre gesorgt.
Fazit: Politik zum Mitreden
„Demokratopoly“ zeigte: Kommunalpolitik geht uns alle an! Ob Wohnen, Verkehr, Gleichstellung oder Kultur – die Herausforderungen sind groß, die Lösungen oft komplex. Die Veranstaltung bot eine seltene Gelegenheit, direkt mit den Kandidaten ins Gespräch zu kommen und eigene Anliegen einzubringen.