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Frauentag stärkt Engagement für Nachhaltigkeit

Unter dem Motto „Nachhaltig leben, mutig handeln – Frauen machen Zukunft“ kamen auf Einladung des Katholischen Deutschen Frauenbundes (KDFB), Diözesanverband Augsburg, am vergangenen Samstag in Kaufbeuren über 200 Frauen zusammen, um das Engagement von Frauen in der Klimabewegung, im Ehrenamt und in der Gemeinschaft zu zeigen. Die Veranstaltung machte deutlich: Frauen spielen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung einer nachhaltigen Zukunft – sei es durch politisches Engagement, ehrenamtliche Arbeit oder bewussten Konsum.

Schon die Begrüßungsworte von Vertreterinnen des KDFB sowie der 3. Bürgermeisterin von Kaufbeuren, Dr. Erika Rössler, machten deutlich: Frauen spielen beim Klimaschutz eine zentrale Rolle. In ihrem Impulsvortrag führte Wissenschaftlerin Prof. Dr. Claudia Paganini wichtige Aspekte des Klimawandels vor Augen. Sie betonte unter anderem, dass der Klimawandel Frauen stärker trifft, etwa durch Care-Arbeit, geringere Renten oder weniger politische Macht. Gleichzeitig gestalten Frauen den Alltag maßgeblich mit – durch Konsumentscheidungen, ehrenamtliches Engagement und einen oft näheren Bezug zu Lebensfragen. Frauen sehen oft eine stärkere Verantwortung für die Umwelt und nachfolgende Generationen.

Podiumsdiskussion zeigt eindrucksvolle Projekte mutiger Frauen

Das zeigte auch die folgende Podiumsdiskussion, wo Moderatorin Laura Freisberg mit den Gästinnen diskutierte, wie mit Mut, Energie und viel ehrenamtliches Engagement Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein gelebt und gestärkt werden können.

Die Teilnehmerinnen der Podiumsdiskussion berichteten von ihren Erfahrungen: Christine Krenz schilderte, wie sie als ehrenamtliche Vorständin eines Vereins den örtlichen Unverpackt Laden am Leben erhalten konnte. Viele zufriedene Kund*innen, überzeugte ehrenamtliche Helfer*innen und der nachhaltige Erfolg des Angebotes bestätigen sie in ihrer Arbeit. Verena Krimbacher, die mit ihrer Familie einen Bio-Bauernhof in zweiter Generation betreibt, betonte die Bedeutung bewusster Kunden und nutzt soziale Netzwerke, um junge Menschen zu erreichen. Simone Herpich ist Klimawissenschaftlerin und engagiert sich u.a. für Scientists for Future und den Verein Balkon.Solar e.V., der konkret und praktisch bei der Installierung von Balkonkraftwerken berät. Sie unterstrich, dass Frauen im Ehrenamt besonders die Gemeinschaft stärken. Klimaschutz ist auch ein generationenübergreifendes Thema – das bestätigte Karin Mayer-Rosenbohm, Mitbegründerin der Regionalgruppe Schongau-Peiting von Omas for Future. Sie erlebt bei vielen Veranstaltungen und Aktionen das große Interesse und Engagement von Menschen aller Altersgruppen.

Alle Teilnehmerinnen waren sich einig: Frauen suchen erfolgreich Mitstreiterinnen und schaffen es, Projekte nachhaltig und erfolgreich aufzubauen. Gleichzeitig wünschten sich alle mehr politische Unterstützung, etwa bei der Förderung von Balkonkraftwerken oder der Differenzierung von Gesetzen nach landwirtschaftlichen Betriebsgrößen.

Vorbilder und Inspiration

Die Frage der Moderatorin nach prägenden Frauen zeigte die Vielfalt der Inspirationsquellen: Von Bloggerinnen wie Bea Johnson („Zero Waste Home“) über politische Aktivistinnen wie Luisa Neubauer bis hin zu persönlichen Vorbildern wie Großmüttern, die Selbstversorgung und Nachhaltigkeit vorlebten. Besonders hervorgehoben wurde, dass Engagement nicht nur die Gesellschaft, sondern auch die Persönlichkeit stärkt.

Kunst trifft Klimaschutz

Ob in Diskussionen, Workshops oder Gesprächen – im Mittelpunkt stand stets die Frage, wie nachhaltiges Leben konkret gelingen kann. Auf andere Weise wurde dieses Anliegen in den nachdenklichen und hintergründigen Texten und Lieder der beiden Künstlerinnen Katrin Freiburghaus und Meike Harms deutlich, die das Publikum rundum begeisterten.

Praktische Tipps für eine nachhaltige Lebensweise

Am Nachmittag konnten die Teilnehmerinnen in praxisnahen Workshops, etwa zu plastikfreiem Leben, Balkonkraftwerken oder natürlichen Reinigungsmitteln, selbst aktiv werden und Impulse für den Alltag mitnehmen.

Klimaschutz als Schöpfungsauftrag

Einen gelungenen Abschluss bildete ein Frauengottesdienst, musikalisch gestaltet vom A-Capella-Chor Neugablonz. Referentin Claudia Chmiel stellte die Erde als „Leihgabe Gottes“ in den Fokus rief dazu auf, verantwortungsvoll mit der Schöpfung umzugehen. Ein gemeinsam gestalteter Globus symbolisierte die Verantwortung und die Kraft kollektiven Handelns.

So zeigte die Veranstaltung auf eindrucksvolle Weise: Frauen sind zentrale Akteurinnen für eine nachhaltige Zukunft.

27.04.2026